5 Wirkungsweisen des Räucherns - Warum Menschen seit Jahrtausenden räuchern
Zu allen Zeiten und überall auf der Erde habe unsere Ahnen Kräuter und Harze geräuchert. Waren sie
einfältig? Oder Abergläubisch? Oder was war der Grund dafür?
Ich schreibe in diesem Artikel über 5 Wirkungsweisen von Räuchern und warum das heute noch interessant und vielleicht sogar relevanter den je für dich ist.
- Neurologische Wirkung - Wie Düfte Erinnerung und Gefühl direkt auslösen
- Der Placebo-Effekt – Warum allein die Erwartung Wirkung erzeugen kann
- Können Kräuter wirklich wirken? – Mythos oder reale Erfahrung anhand eines Beispiels, dass dich überzeugen wird
- Räuchern als Weg zur Innenwelt – Selbstreflexion und echtes Abschalten
- Räuchern als Weg des Erinnerns – Zurück zu unseren Wurzeln
Hier lernst du durch logische Zusammenhänge und meine beispielhaften Erlebnisse, warum Räuchern Geist und Körper positiv beeinflussen kann.
Neurologische Wirkung - Wie Düfte Erinnerung und Gefühl direkt auslösen
Waffeln und Jägermester
Es war Maturaball eines Freundes. Ich war 18 Jahre alt. Und es kam dazu, dass ich an diesem Abend zu viel Jägermeister getrunken habe.
Zuhause rebellierte mein Magen. Und seitdem kann ich dieses Getränk nicht mehr riechen. Nur ein Lufthauch und mir wird flau im Magen.
Ein ähnliches Erlebnis hatte ich mit Waffeln. 2h nach einer guten Portion Waffeln musste ich mich mehrfach übergeben. Es muss wohl ein Magendarmvirus gewesen sein, da die anderen keine Probleme hatten.
Aber die darauffolgenden Jahre wurde mir beim Geruch von Waffeln direkt schlecht.
Warum erzähle ich dir die Geschichten?
Weil Gerüche etwas können, was kaum ein anderer Sinn schafft. Gerüche habe die Fähigkeit den Verstand zu umgehen und direkt im limbischen System Gefühle und Erinnerungen auslösen.
Und um die Frage zu beantworten: Waffeln und Jägermeister haben nicht wirklich etwas gemeinsam...außer, das mir von beidem schlecht wird ;)
Im folgende Video erzähle ich meine persönliche Geschichte mit den Waffeln.
Die Geruch-Erinnerung: Zurück in deine schönsten Momente
Gerüche können auch sehr intensive und lebendige Erinnerungen wachrufen. Oft geschieht das plötzlich und wir sind emotional sofort wieder „dort“.
Erkennst du dich in diesen persönlichen Beispielen wieder?
- Der Duft von Wunderkerzen ist bei mir untrennbar mit Weihnachten verbunden – die gab es bei uns immer vor der Bescherung.
- Salzige Meeresluft … und sofort bin ich gedanklich im Urlaub.
- Der Geruch des Dachbodens bei meiner Oma – dort gab es immer etwas zu Entdecken.
- Der Duft eines neuen Brettspiels (ja, ich bin Brettspiel‑Liebhaber) … einfach großartig!
- Sommerregen…Kindheit, Sommer, Freiheit, barfuß unterwegs. Allein dieser Duft zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.
Und, wiedererkannt?
Oder fallen dir Beispiele aus deinem Leben ein?
Warum das jetzt für das Räuchern relevant ist?
Beim Räuchern lassen sich auf natürliche Weise Düfte erzeugen. Wenn wir zu besonderen Anlässen räuchern, verweben sich diese Düfte im Gehirn mit den damit verbundenen Gefühlen und Erlebnissen. So entstehen bewusste Duft‑Erinnerungen.
Und wenn du es später einmal brauchst – in einer herausfordernden Zeit oder um dich wieder mit einem schönen Moment zu verbinden – legst du genau dieses Kraut auf dein Räucherstövchen. Der Duft kann die Erinnerung und das Gefühl von damals erneut wachrufen.
Anlässe für Räucher-Duft-Erinnerung:
Lass mich dir einige Anlässe nennen, an welchen du eine Duft-Erinnerung für dich, deine Familie oder deine Kunden schaffen kannst:
Kunden
- Yogastunde mit unterstützenden Kräuterdüften
- Entspannte Atmosphäre bei einem Einzelcoaching
- Spirituelle Feier
Familie
- beim Kindergeburtstag
- in der Adventzeit, zum Beispiel beim gemeinsamen Weihnachtsliedersingen
- an Heiligen Abend, vor der Bescherung
- zu Ostern
- zum Erntedankfest
- bei Erfolgen in der Familie: eine gute Note, die bestandene Matura, ein abgeschlossenes Projekt, das Abgewöhnen des Schnullers, das erste Mal Fahrradfahren …
Kurz gesagt: Immer dann, wenn es etwas zu feiern gibt – oder wenn ein Moment bewusst im Herzen verankert werden soll.
Im folgenden Video erzähle ich dir von meinen wichtigesten Kinder-Duft-Erinnerungen.
Der Placebo-Effekt, dein bester Freund – Warum allein die Erwartung Wirkung erzeugen kann
Falls du nicht an die Wirkung von Kräutern glaubst, dann lies hier trotzdem weiter.
In der Medizin ist es erstaunlich schwierig festzustellen, ob ein Medikament wirklich wegen seiner Inhaltsstoffe wirkt. Denn der Glaube an das Medikament kann Berge versetzen. Allein die Erwartung, dass etwas hilft, kann eine spürbare Veränderung auslösen.
Und es kommt noch besser: Sogar wenn Patienten wissen, dass eine Pille keinen Wirkstoff enthält, tritt oft trotzdem eine positive Wirkung ein. Dieser Effekt ist gut erforscht.
Jetzt übertragen wir das einmal auf das Räuchern. Nehmen wir Lavendel als Beispiel: Schon allein dadurch, dass du gelesen hast, Lavendel wirke beruhigend, kann dieser Duft tatsächlich etwas in dir auslösen. Und es können sogar Effekte auftreten, wenn du nicht wirklich daran glaubst.
Ich habe ehrlich gesagt nie verstanden, warum Menschen sagen: „Das ist ja nur Placebo.“
Ich sehe den Placeboeffekt eher als ein großes Geschenk. Sozusagen dein bester Freund. Ganz ohne Nebenwirkungen.
Können Kräuter wirklich wirken? – Ein oft übersehener Zusammenhang
In meinem Kräuterkoffer befindet sich neben 18 gezielt ausgewählten Kräutern auch eine umfangreiche Wirkungsliste: stimmungsaufhellend, entspannend, klärend, anregend, ... Denn immer wieder taucht die gleiche Frage auf:
Können Kräuter wirklich auf unsere Stimmung und unser Empfinden wirken – besonders durch das Räuchern?
Beim Essen von Kräutern ist die Sache klar: Wir nehmen Wirkstoffe über den
Verdauungstrakt auf, sie gelangen in den Körper und können dort etwas bewirken.
Aber beim Räuchern?
Lange Zeit hielt ich das selbst für unrealistisch. Wie sollte das funktionieren?.
Wenn Rauchen Wirkung, dann wirkt auch Räuchern
Ein unerwartetes, aber eindeutiges Beispiel
Beim intensiveren Beschäftigen mit dem Räuchern fiel mir ein sehr prominentes, wenn auch negatives Beispiel ein: das Rauchen von Tabak.
Beim Rauchen werden die Wirkstoffe der Tabakpflanze fast ausschließlich über die Lunge aufgenommen. Nikotin gelangt innerhalb weniger Sekunden ins Blut und ins Gehirn – schneller als bei fast jeder anderen Aufnahmeform.
Der heutige Tabak ist, vor allem in seiner hochgezüchteten und industriell verarbeiteten Form, hochgradig gesundheitsschädlich. Dazu kommt ein enormes Suchtpotenzial. Das möchte und soll hier keinesfalls verharmlost werden.
Aber eines zeigt dieses Beispiel sehr deutlich: Der menschliche Körper kann pflanzliche Wirkstoffe sehr wohl über die Lunge aufnehmen.
Gleicher Mechanismus, aber ganz andere Qualität.
Bei traditionellen Räucherkräutern ist die Wirkung deutlich milder. Die Kräuter erzeugen subtile Impulse. Es entfaltet sein volles Potenzial vor allem im bewussten Ritual. Die Wirkstoffe sind eine unterstützende Randnote. Somit können zwar liebgewonnene Alltagsroutinen entstehen, aber das hat mit einer Sucht nichts zu tun.
Räuchern als Weg zur Innenwelt – Selbstreflexion und echtes Abschalten
Du kommst nach einem langen Arbeitstag erschöpft nach Hause. Was ist das Erste, das du machst?
Sieht dein Ablauf vielleicht ungefähr so aus?
- Musik einschalten
- ein paar Minuten Social Media zum Abschalten
- direkt den Berg an To-dos abarbeiten
- mit dem Kochen fürs Abendessen beginnen
Aber mal ganz ehrlich:
Würde es nicht Sinn machen, dass du dich 5min mit deiner Innenwelt beschäftigst?
Genau hier kann Räuchern seinen Platz finden.
Eine Geschichte übers Nachhausekommen
Ich beschreibe die Abendroutine anhand meines Räucherkoffers. (Selbstverständlich
ist es mit anderen Utensilien umsetzbar, die du vielleicht bereits zuhause hast.)
„Heute war wieder ein echt anstrengender Tag.
Ich nehme meine Kräuterbox aus dem Regal und öffne den Deckel.
Welche Pflanze spricht mich heute an?
Fast sofort taucht ein Wort auf: Lavendel – einer meiner Lieblingsdüfte.
Doch was brauche ich eigentlich gerade? So richtig weiß ich es nicht.
Ich merke nur, dass ich erschöpft bin, ohne genau zu wissen, warum.
Also beginne ich, die Wirkungsliste im Deckel zu überfliegen.
Allein diese Frage – Was würde mir jetzt guttun? – öffnet bereits einen Raum für
Reflexion.
Als meine Augen bei den Worten Ruhe und Entspannung hängen bleiben, merke ich: Da ist etwas. Vielleicht war das ein intuitiver Impuls.
Ich nehme etwas vom Kraut und lege es auf mein Räucherstövchen. Nach zwei weiteren Kräutern ist meine Mischung stimmig.
Ich zünde das Teelicht an. Nach etwa einer halben Minute steigt der erste Duft auf.
Ich atme tief ein – und allein dieser Atemzug bringt schon Entspannung.
Ich lasse den Tag noch einmal Revue passieren, um ihn dann bewusst hinter mir zu lassen.
Langsam komme ich wirklich zuhause an.“
Warum das wirkt?
Durch einfache Fragen „Welche Kräuter brauche ich jetzt? Was würde mir gut tun?“ richtet sich deine Aufmerksamkeit automatisch nach innen.
Du lernst, deine Stimmung und deine Bedürfnisse wahrzunehmen. Dein Bewusstsein verlagert sich von der Ablenkung in die Innenwelt. Und das kann ich aus Erfahrung sagen: Das macht einen riesigen Unterschied.
Räuchern als Weg des Erinnerns – Zurück zu unseren Wurzeln
Ein Baum, der seine Wurzeln verliert, verhungert und fällt irgendwann bei einem Sturm um. Aber was passiert, wenn wir Menschen unsere Herkunft, unsere Ahnen und deren Werte verlieren? Wie ist der aktuelle Zustand dieser Welt? Wie glücklich sind wir als Menschheit?
Ohne es beweisen zu können, glaube ich ganz fest daran, dass in unseren Wurzeln ein riesiger Schatz vergraben ist. Hier kommt meine Geschichte, wie sich dieser Gedanke in mir entwickelt hat und Ideen, wie wir diesen Schatz bergen können.
Die letzte Station meiner Weltreise war in Indien. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon acht Monate unterwegs. In Indien hatte ich wohl den größten Kulturschock meiner Reise. An jeder Ecke wartet ein Mensch, der dir alles erzählt, um an dein Geld zu kommen. Dieses ständige „auf der Hut sein“ und das Hinterfragen, ob ich gerade die Wahrheit präsentiert bekomme, war sehr anstrengend.
Andererseits habe ich dort auch eine tiefe Verwurzelung der Inder mit ihrer Kultur erlebt. Wie die Massen der Inder in die Tempel strömen und an Feuerzeremonien teilnehmen. Eines durfte dabei aber nie fehlen: das Räuchern. Möglichst oft und möglichst viel.
Auch bei meinem 200h-Yogakurs wurde bei der Startzeremonie und Abschlusszeremonie kräftig geräuchert. Beim Kurs gab es auch Yoga-Philosophie und Ansätze von Ayurveda. Aber dieses Gefühl, das sich auf der Reise bereits herauskristallisiert hatte, verfestigte sich dort noch mehr:
Die östlichen Weisheiten und Traditionen haben ihre Daseinsberechtigung – besonders im Osten!
Ich komme aus einer anderen Kultur, aus einem anderen Teil der Erde. Es heißt auch: Die Geologie macht die Gene. Von Generation zu Generation passen sich die Menschen besser an ihre Umgebung an.
Auf jeden Fall entstand gerade in der Ferne dieser Wunsch herauszufinden, was denn eigentlich unsere Wurzeln in Europa waren. Denn eines war mir klar: Diese Wurzeln wurden uns immer wieder abgeschnitten. Sei es durch die Inquisition der Kirche oder die unzähligen Kriege in Europa.
Und doch lebt die Kultur der alten Europäer in uns weiter. Eine Kultur der Nächstenliebe,
des Respekts und des Miteinanders. Ich spüre es: Eine einst großartige Kultur. Eine größtenteils vergessene Kultur, die ich in mir wieder aufleben lassen möchte. Zumindest lebt dieser Wunsch in mir.
Und eine Möglichkeit ist es, auf den fast vergessenen Spuren zu wandeln, die unsere Ahnen gegangen sind. Und das Räuchern ist eine dieser Spuren.
Das kann ein nicht zu unterschätzende Wirkungsweise sein. Das Räuchern kann uns auf den Pfad des Erinnerns führen, auf den Pfad der Heilung. Zu uns zurück. Zurück zum Naturmenschen.
Abschluss
Mit dem Räuchern können wir nicht nur den Raum beduften – die Kräuter können auch einen spürbaren Einfluss auf unser Gerhirn, Wohlbefinden und unser Inneres haben.
Was hällst du von Räuchern? Glaubst du das es funktioniert? Was sind deine Erfahrungen damit? Ich würde mich rießig über einen Kommentar freuen.
Aber wie mein Opa immer gesagt hat: Probieren geht über Studieren.
Vielleicht öffnet sich durch das Räuchern eine ganz neue Tür in deinem Leben. Du wirst es nie erfahren, außer du probierst es aus. Wenn du magst, begleite ich dich gerne dabei – auch mit meinen Produkten.
Alles Liebe
Georg
Blog-Beiträge
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